Saludos desde España!
Eine Woche lang ist unsere Jahrgangsstufe 1 des Ernährungswissenschaftlichen und Biotechnologischen Gymnasiums im Rahmen von Erasmus+ in Spanien, um in zwei Gruppen auf Teneriffa und Ibiza die Partnerschule der ABS zu besuchen und am dortigen Schulunterricht teilzunehmen. Nach der ersten erfolgreich und spannenden Woche im Februar, als die spanische Gruppe in Mosbach war, hatten sich die ABS-ler wochenlang auf die Woche in Spanien gefreut und vorbereitet. In unserem Blog berichten sie von Teneriffa und Ibiza.
Santa Cruz de Tenerife – Nach einer guten ersten Nacht auf Teneriffa starteten wir den zweiten Tag mit einem leckeren Frühstück im Hotel Restaurant. Die Auswahl war nicht riesig, aber es gab genug für jeden: frische Croissants, etwas Käse und Wurst, Joghurt, Müsli und Obst. Dazu gab es frisch gepressten Orangensaft und Café con Leche. Das Frühstück hat uns wirklich gut geschmeckt, und wir fühlten uns gestärkt für den Vormittag.
Danach gingen wir kurz auf unser Hotelzimmer, um uns umzuziehen. Es wurde langsam warm, also wechselten wir in leichte Kleidung, setzten unsere Sonnenhüte auf und cremten uns mit Sonnencreme ein. Dann ging es auch schon wieder raus, denn wir hatten eine interessante Stadttour vor uns. Bei dieser Tour stellten einzelne Schüler aus unserem Spanisch-Unterricht verschiedene Orte auf Spanisch vor. Zum Beispiel den Parque Gracia Sanabria. Als wir ankamen, machten wir zuerst verschiedene Bilder von den schönen Brunnen und Skulpturen. Dabei brachten wir unsere Lehrkräfte dazu, sich auf lustige Art und Weise hochheben zu lassen, das war ganz lustig und alle mussten lachen.
Nachdem wir dort genug Freizeit hatten, trafen wir uns an einem kleinen Café. Dort setzten wir uns, ruhten uns aus und tranken etwas, zum Beispiel kühle Softdrinks. Gestärkt machten wir uns dann auf den Weg zum Parque de la Mesas, und zwar zu Fuß. Einige fanden den Weg ganz schön weit, da man ihn laufen musste. Ich persönlich bekam dadurch Knieschmerzen und auch Rückenschmerzen. Aber am Ende hat es sich gelohnt, denn die Aussicht dort oben war wunderschön und es war es wert, den Weg hinzulaufen. Es gab auch weitere lustige Lehrer-Momente: Zum Beispiel machten die Lehrkräfte ein Heiratsantrag-Standbild – wir hatten echt viel zu lachen.
Später, als wir uns auf dem Weg zum Hotel gemacht hatten und einige von uns schon müde waren, mussten wir mit einem Lehrer zusammen den anderen Lehrer überzeugen, dass wir auf der Rückfahrt den Bus nehmen sollten. Das hat natürlich nicht geklappt, weil es keine Bushaltestelle in der Nähe gab, deswegen mussten wir zurücklaufen. Das war ganz lustig.
Viel zu früh & viel zu teuer
Von Mosbach nach Ibiza – Am Sonntag traf ich mich schon um 6 Uhr morgens mit meiner Klasse vor unserer Schule, viel zu früh, aber die Aufregung war größer als die Müdigkeit. Gemeinsam fuhren wir mit dem Bus nach Frankfurt zum Flughafen und kamen dort gegen 8 Uhr an. Nach dem Check-in hatten wir noch etwas Freizeit bis 9:50 Uhr, die wir natürlich sinnvoll nutzten: Wir kauften uns Brötchen allerdings zu Preisen, bei denen man kurz überlegt hat, ob man nicht doch lieber verhungern soll.
Um 10:40 Uhr ging unser Flug, und wir wurden mit einem Bus direkt zum Flugzeug gefahren. Schon das Einsteigen war aufregend und während des Fluges war es zwar ziemlich laut, aber auch richtig lustig. Viele von uns schliefen irgendwann ein, vermutlich aus Erschöpfung. Gegen 13:15 Uhr landeten wir schließlich auf Ibiza – oder besser gesagt: Wir wurden auf die Landebahn „geworfen“. Die Landung war so hart, dass alle laut aufschrien.
Ein echtes Highlight war danach, dass einige von uns tatsächlich ins Cockpit durften und dort Fotos machen konnten – das war richtig cool und sorgte für viele Lacher. Anschließend fuhren wir mit dem Bus zum Hotel und konnten um 15 Uhr endlich einchecken. Bis 17:45 Uhr hatten wir Zeit, unsere Zimmer zu beziehen, auszupacken und die Umgebung zu erkunden. Leider spielte das Wetter überhaupt nicht mit: Es regnete, war kalt und unsere Regenschirme wurden fast vom Wind
weggeweht. Ein ziemlich stürmischer Start in unsere Reise!
Regenchaos, Restaurant-Drama & fast brennende Haare
Am Abend wollten wir eigentlich ganz entspannt essen gehen, denn wir hatten sogar in einem Restaurant reserviert. Doch natürlich kam alles anders: Als wir ankamen, war das Restaurant einfach geschlossen. Also mussten wir spontan ein anderes in der Nähe suchen. Dort gab es allerdings kaum Platz für unsere große Gruppe, weshalb wir draußen sitzen mussten, im Regen und
in der Kälte.
Als wir endlich saßen, wurde es nicht besser. Es tropfte von der Decke, und der Heizstrahler stand so nah, dass es eher gefährlich als angenehm war. Unsere Lehrerin kam dem Ganzen besonders nahe, im wahrsten Sinne des Wortes und hätte sich fast die Haare angezündet. Das war gleichzeitig
schockierend und extrem lustig.
Nach dem Essen hatten wir noch Freizeit bis 23 Uhr. Einige von uns beschlossen, den Abend klassisch bei McDonald’s ausklingen zu lassen. Trotz des chaotischen Starts war die Stimmung super, und wir lachten viel über die ganzen unerwarteten Situationen. Dieser erste Tag war definitiv alles andere als langweilig, sondern eher eine Mischung aus Abenteuer, Spaß und Chaos.
Lost auf Ibiza
Am Montag hoffte ich auf besseres Wetter, was leider vergeblich war. Es war immer noch kalt und regnerisch. Nach dem Frühstück besichtigten wir die Burg von Ibiza. Es war wirklich wunderschön, aber durch den starken Wind auch ziemlich ungemütlich. Trotzdem machten wir viele Fotos. Besonders lustig war eine Taube, die versuchte, unser Essen zu klauen. Sie war zwar frech, aber auch irgendwie süß.
Zwischendurch verloren meine Freunde und ich kurz den Anschluss an unsere Gruppe. Während wir durch die engen Gassen liefen, merkten wir schnell, dass es dort durch den Regen extrem rutschig war, was uns ein schick gekleideter Mann unfreiwillig demonstrierte, als er vor uns ausrutschte und hinfiel. In dem Moment wussten wir: Vorsicht ist hier definitiv angesagt. Zum Glück fanden wir mithilfe des Live-Standorts schnell wieder zu unserer Gruppe zurück. Später trafen wir uns mit den spanischen Schülern und machten eine Schnitzeljagd in gemischten Gruppen. Wir mussten verschiedene Orte finden und dort Fotos machen. Das Problem war, unsere spanischen Partner kannten die Orte selbst nicht, sodass die Lehrer bei unserer Gruppe mitkommen mussten. Trotzdem war es unglaublich lustig und wir lernten nebenbei viel über die Geschichte der Insel.
Danach ging es etwas chaotisch weiter, weil kurzfristig Pläne geändert wurden. Wir fuhren mit mehreren Autos zur Schule, ich saß mit einer spanischen Lehrerin im Auto. Die Unterhaltung war sehr nett, aber auch lustig. Als wir nach Pferden fragen wollten und sie uns nicht verstand, machte eine Schülerin einfach Pferdegeräusche – das klappte tatsächlich.
In der Schule arbeiteten wir in Gruppen an Materialien für einen Bakteriennachweis. Die spanischen Schüler waren total freundlich, erklärten alles gut und ließen uns viel selbst machen. Überraschend fanden wir, dass sie ihre Lehrer duzen und mit Vornamen ansprechen. Auch der Stundenplan war ungewohnt, denn die Schule geht von von 15:30 bis 21:20 Uhr!
Nach der Schule fuhren wir zurück ins Hotel und hatten Freizeit. Wir erkundeten noch etwas die Stadt und ließen den Tag schließlich entspannt mit einem Film ausklingen. Trotz Regen und Chaos war es ein unglaublich spannender und lustiger Tag, den ich so schnell nicht vergessen werde.