ABS goes Spain - Day 5

Saludos desde España!

Eine Woche lang ist unsere Jahrgangsstufe 1 des Ernährungswissenschaftlichen und Biotechnologischen Gymnasiums im Rahmen von Erasmus+ in Spanien, um in zwei Gruppen auf Teneriffa und Ibiza die Partnerschule der ABS zu besuchen und am dortigen Schulunterricht teilzunehmen. Nach der ersten erfolgreich und spannenden Woche im Februar, als die spanische Gruppe in Mosbach war, hatten sich die ABS-ler wochenlang auf die Woche in Spanien gefreut und vorbereitet. In unserem Blog berichten sie von Teneriffa und Ibiza.

Zwischen Himmel und Vulkan – Unser letztes Abenteuer

Teneriffa – Unsere aufregende Reise neigte sich langsam dem Ende zu. Doch das Gefährlichste kam erst am letzten Tag auf uns zu, denn unser Plan war, den Vulkan Teide zu besichtigen. Mit über 3700 Metern ist er der höchste Berg Spaniens.

Vor diesem Abenteuer wollten wir uns den Sonnenaufgang anschauen. Früh am Morgen, als wir eigentlich noch viel zu müde waren, machten wir uns auf den Weg zu unserem Taxi. Doch plötzlich meldete sich der Taxifahrer, da er eine Panne hatte. Da wussten wir: Der Tag würde aufregend werden.
Das Problem behoben wir dennoch ziemlich schnell, da direkt vor unserem Hotel ein Taxistand war. Spontan organisierten wir uns zwei Taxis, die uns auf eine Aussichtsplattform brachten. Oben angekommen war es noch dunkel, aber wir hatten einen bombastischen Ausblick über Santa Cruz.

Langsam ging die Sonne auf. Gemeinsam schauten wir gespannt in den Himmel, der sich leicht rosa färbte. Aufgeregt warteten wir, doch es änderte sich nichts. Aufgrund des bewölkten Himmels und des Nebels sahen wir leider keinen richtigen Sonnenaufgang. Das frühe Aufstehen lohnte sich für den Blick über die gesamte Stadt jedoch trotzdem. Anschließend fuhren wir mit dem Bus zurück in die Stadt.

Gegen 10 Uhr fuhren wir mit einem gemieteten Bus zum Teide. Schon während der Fahrt fiel uns auf, dass sich die Landschaft immer mehr veränderte. Die grünen Flächen wurden dunkler, die Pflanzen weniger, und es war kaum Leben in Sicht. Es fühlte sich an, als würden wir auf einem anderen Planeten fahren.
Nach einer Stunde Fahrt blieben wir am ersten Aussichtspunkt stehen. Wir stiegen aus, und der Wind war so stark, dass wir uns kaum halten konnten und fast davonflogen. Das Fotografieren war nahezu unmöglich, da wir unsere Hände aufgrund des Windes kaum stillhalten konnten. Schnell stiegen wir wieder in den Bus und fuhren weiter auf den Berg.

Unsere Endstation war eine felsige Landschaft, die von dem Vulkan erschaffen wurde. Es stand uns eigene Zeit zur Verfügung, die wir nutzen, um die Landschaft zu erkunden. Weit und breit war Gestein. Wir liefen auf einen Felsen, um schöne Bilder zu schießen. Das reichte uns aber nicht. Wir kletterten weiter hoch auf den kleinen Berg. Gemeinsam hangelten wir uns an spitzen und steilen Steinen vorbei, wobei wir etwas Angst bekamen. Oben machten wir ein Fotoshooting.

Danach kletterten wir abwärts und fuhren mit dem Bus zu einem Strand auf Empfehlung des Busfahrers. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einer Gegend vorbei, die aussah, als wären überall erdige Felder, die aufgewühlt worden waren. Jedoch waren das alles dunkle Brocken, die ebenfalls durch den Vulkan entstanden sind. Im Hintergrund sah man die Spitze des Teide. Es war sehr faszinierend, das sehen zu können. Dennoch hatten wir ein sehr mulmiges Gefühl, da uns vor Ort bewusst wurde, dass der Vulkan in der Vergangenheit ausgebrochen war und die Natur mächtig und unberechenbar ist.

Es war ein langer Weg zum Strand, wodurch wir umso glücklicher waren, als wir ankamen. Es war weiterhin sehr windig. Wir stiegen aus, und plötzlich stürzte beim Aussteigen eine Mitschülerin einen kleinen Abhang hinunter. Zum Glück wurde niemand verletzt, nur die Klamotten waren schmutzig. Nach diesem Schock liefen wir an das Meer. Der Wind strömte durch unsere Haare, und die Wellen schlugen gegen den Sand und die großen Felsen.
Trotz des sehr welligen Wassers waren ein paar Leute im Meer. Nach dem ersten Schock folgte direkt der nächste, denn als wir uns umsahen, merkten wir, dass die meisten Menschen dort nackt waren. Im ersten Moment fanden wir das witzig, doch nach nur wenigen Minuten fühlten wir uns ziemlich unwohl. Da wir dazu das Wetter nicht besonders gut fanden, gingen wir schon nach 30 Minuten.

Wir fuhren zurück nach Santa Cruz, wo sich unsere Gruppe teilte. Ein Teil stieg aus, um in der Stadt zu bummeln. Die anderen fuhren weiter an einen neuen Strand, an dem man schwimmen konnte. Wir spazierten in der Stadt, gingen in einige Geschäfte und aßen anschließend in einem Restaurant leckere Burger.

Am Ende des Tages blickten wir erschöpft, aber auch mit Stolz auf den Tag und unsere gesamte Reise zurück, die schneller endete, als wir dachten. Wir hatten eine schöne gemeinsame Zeit und wuchsen als Gruppe stärker zusammen. Wir lernten, dass nichts perfekt und nach Plan laufen muss, um schön zu sein. Der Tag steckte voller Überraschungen, die nicht unseren Erwartungen entsprachen, uns im Endeffekt aber doch nicht enttäuschten. Man sollte immer optimistisch bleiben und das Beste aus allem machen, um die Zeit genießen zu können.
So ging der perfekte, aufregende, letzte Tag unserer Reise zu Ende, und wir wünschten, wir könnten die Zeit zurückdrehen und alles erneut erleben.

Icon eines angebissenen Keks