Spain meets Germany in Mosbach
Im Februar empfing die Jahrgangsstufe 1 des Ernährungswissenschaftlichen und Biotechnologischen Gymnasiums der Augusta-Bender-Schule Mosbach eine Gruppe aus Spanien, um mit ihnen ein gemeinsames Projekt auf die Beine zu stellen.
Seit Jahren ist die ABS Teil von „Erasmus+“ – ein Austauschprogramm der EU zur Förderung allgemeiner und beruflicher Bildung, Jugend und Sport. Und so konnte die J1 in diesem Jahr eine spanische Schülergruppe mit zwei begleitenden Lehrern aus Teneriffa begrüßen, um mit ihnen das Projekt „My digital pharmacy“ (Meine digitale Apotheke) zu erarbeiten. Federführend von der Erasmus-Koordinatorin der ABS Ulla Smidt organisiert und gemeinsam mit Lena Minde, Tim Freudenreich und Florian Lorenz durchgeführt, gab es dabei drei Projekte. In Gruppen stellten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Produkte einer Apotheke her, designten eine Webseite und programmierten einen Roboterarm. Unterstützt wurden sie dabei von Dr. Schnirch (PH Heidelberg) und Pascal Göltl (MPDV) in einem eintägigen Workshop bei der MPDV Mikrolab GmbH, bei der eine Gruppe mit dem kompakten Computer (Rasperry Pi) arbeitete und Programme in der Sprache Python entwickelte.
Dieses intensive Arbeitsprogramm, das thematisch so gewählt war, dass sich sowohl die ABS-Schülerschaft als auch die Gastgruppe als auszubildende Chemie-Assistenten in ihrer schulischen Ausbildung wiederfindet, forderte die jungen Menschen auf mehreren Ebenen. Es gab ihnen Einblicke in ein mögliches zukünftiges Berufsfeld, wenn viele Stunden in einem internationalen Umfeld gemeinsam an einem Projekt gearbeitet wird, Probleme auftreten, Lösungen unter Zeitdruck gefunden und Herausforderungen zusammen gemeistert werden müssen. Und dies alles in Englisch – eine Fremdsprache für alle Beteiligten. Die Woche förderte aber auch die jungen Menschen in ihrer Entwicklung in Richtung Arbeitsleben, schulte ihre interkulturelle Kompetenz und bereitete alle auf den Gegenbesuch in Spanien im April vor. Dann steht ein neues gemeinsames Projekt an.
Bei der Begrüßung betonte die stellvertretende Schulleiterin Carina Wichert den grundlegenden Gedanken des Erasmus+-Programms, der auch Teil des ABS-Leitbildes ist: „In einer Zeit, in der gegenseitiges Verständnis und Zusammenhalt von größter Bedeutung sind, ist es umso wichtiger, dass wir in Kontakt bleiben und uns offen begegnen.“ Um in diesem Sinne die Gemeinschaft zu fördern, gab es außerdem ein spannendes Rahmenprogramm, das die Gruppe zu Stadtbesichtigungen nach Heidelberg und Mannheim führte und ihnen einen informativen Besichtigungstag bei der BASF in Ludwigshafen ermöglichte. Der Empfang beim Mosbacher Bürgermeister Patrick Rickenbrot war ein weiterer Höhepunkt und zeigte die Bedeutung dieser Partnerschaft. Ulla Smidt freut sich über das gelungene Projekt an der ABS: „Wir wollen den Schülerinnen und Schülern natürlich viel Wissen vermitteln, aber es geht auch um das Lernen fürs Leben, um Erfahrungen, die kein zweites Mal kommen. Und das konnten diese jungen Menschen in dieser Woche erleben.“
Der Abschied war herzlich – aber nicht für lange. Bald geht es für die ABS voller Vorfreude nach Spanien, um neue Erfahrungen zu machen, Freundschaften zu vertiefen und die internationale Gemeinschaft zu stärken.
