Erasmus Projekt My digital pharmacy

Erasmus Woche Tag 1

Hola a nuestros amigos! Diese Woche steht ganz im Zeichen unserer spanischen Gäste, die eine Woche an der Augusta-Bender-Schule verbringen, um gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 1 des Biotechnologischen und Ernährungswissenschaftlichen Gymnasiums das Erasmus Projekt "My digital pharmacy" durchzuführen. Was die jungen Menschen mit den Lehrkräften Ulla Smidt, Lena Minde und Tim Freundenreich erarbeiten und erleben, das erzählen sie uns in ihrem Blog - stay tuned and let's get started with day 1!

Eine Gruppe verbrachte den Tag an der ABS, die andere Gruppe ging zur MPDV.

Erasmus Projekt My digital pharmacy

Unsere eigene Apotheke: Ein Projekttag voller Chemie und Überraschungen

Heute fand unser erstes Treffen mit unserer Partnerschule aus Teneriffa (Spanien) statt. Nachdem die Spanier um 09:40 Uhr an unserer Schule ankamen, begann der Tag mit einer herzlichen Begrüßung durch unsere Ernährungslehrerin Frau Smidt und Herrn Freudenreich. Danach stellten sie unser Erasmus Projekt vor, uns wurden die Ziele und die geplanten Aktivitäten erklärt sowie die verschiedenen Workshops, die uns erwarten. Unsere spanischen Gäste hörten aufmerksam zu und wir konnten erste neugierige Blicke und lächelnde Gesichter austauschen. Um uns besser kennenzulernen, starteten wir mit einem Kennenlernspiel von Herrn Freudenreich. Wir setzten uns in einen Stuhlkreis, Herr Freudenreich nannte verschiedene Interessen und Hobbys und wir mussten schnell reagieren. Wer am Ende keinen Platz fand, musste sich vorstellen und seine oder ihre Hobbys nennen. Nach diesem spielerischen Einstieg teilten wir uns nach dem Alphabet in Kleingruppen ein. Diese Durchmischung sorgte dafür, dass deutsche und spanische Schülerinnen und Schüler direkt zusammenarbeiten konnten. Jede Gruppe bestand aus einer bunten Mischung von Teilnehmern beider Länder. Gegen 10 Uhr machten wir uns dann gemeinsam auf den Weg zum Fachraum.

Erasmus Projekt My digital pharmacy

Zunächst verschafften wir uns einen Überblick über die einzelnen Experimente, die zur Auswahl standen für den heutigen Tag und die darauffolgenden Tage. Danach stimmten wir innerhalb unserer Gruppe ab, welche Experimente uns am meisten zusagten. Wir entschieden uns für folgende Experimente: die Herstellung von Seife, Urea-Creme, Lippenpflege und Aspirin.
Anschließend wählten wir einen Namen der unsere Gruppe widerspiegelte.
Bevor das Herstellen unserer Produkte beginnen konnte, zogen wir uns passende Laborkittel und Schutzbrille an, um unsere Kleidung und Haut zu schützen.

Im Anschluss daran startete der praktische Teil des ersten Tages unseres Erasmus-Projektes. Zum Herstellen unsere eigene Seife wogen wir Rapsöl, Mandelöl, Kokosöl und Kakaobutter in der entsprechenden Menge ab. Diese essenziellen Zutaten hatte uns die Schule zu Verfügung gestellt. Anschließend gaben wir die Fette in ein Glas in einem Wasserbad, um sie dort schmelzen zu lassen.

Eine unsere betreuenden Lehrerin bat uns in Folge dessen in die Küche unseren Fachraumes. Dort musste ein Mitglied unsere Gruppe Natriumhydroxid und Wasser vermengen. Da dieser chemische Prozess als sehr gefährlich galt, erfolgte dieser ausschließlich unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Das bedeutet, es mussten Schutzhandschuhe getragen werden, da sich das Gemisch beim Vermengen in die geschmolzenen Öle stark erwärmt. Zusätzlich mussten, wie bereits zuvor, Schutzbrille und Laborkittel weiterhin getragen werden. Durch diese relevanten Schutzmaßnahmen konnten wir sicher arbeiten und wichtige Erfahrungen sammeln.
Anschließend wurde das zuvor hergestellte Öl-Gemisch mit Hilfe eines Pürierstabes und den Natriumhydroxid-Gemisch vermengt, um die Seife fertig zu stellen.

Danach füllten wir alle zusammen die Seifenmischung in die dafür vorgesehenen Formen. Die Masse sah aus wie „Vanille Pudding“, erklärte eine in unserer Gruppe. Leider konnten wir die Seife nicht sofort testen, da sie erst noch trocknen musste.
Der Trocknungsprozess dauert mehrere Tage an. Bevor wir zum Mittagessen aufbrachen, räumten wir unsere Utensilien auf.

Anschließend liefen wir für eine Essenspause in das Landratsamt Mosbach. Es gab eine bunte Auswahl an Speisen, wie Salat und Pasta. Wir tauschten uns gegenseitig aus und lernten uns besser kennen. Es herrschte eine lustige und gleichzeitig entspannte Stimmung. Man merkte, wie die Angespanntheit vom Anfang nachließ.

Nach der Stärkung im Landratsamt ging es mit unseren Experimenten weiter. Die Arbeit an der Seife hatten wir beendet und uns anschließend nach einer neuen spannenden Aufgabe erkundigt. Zusammen entschieden wir uns für die Herstellung der Urea-Creme. Zu Beginn richteten wir unseren Arbeitsplatz her. Anschließend erhitzten wir Algenöl, Kakaobutter und einen Emulgator in einem Wasserbad. Mit heißem Wasser vermengten wir die Ölmischung. Auf dem Bild sieht man zwei Gläser. Eins ist befüllt mit Algenöl, Kakaobutter und Emulgator. Das andere ist befüllt mit Leitungswasser.

Natürlich lief nicht alles nach Plan. Die Masse wurde nicht fest, sondern blieb trotz langem Aufrühren flüssig. In diesem Moment waren wir erstmal ziemlich frustriert. Spätestens hier wurde klar, dass auch Fehler zum Lernprozess gehören. Aufgrund des Fehlers besorgten wir uns Hilfe von einer Lehrkraft und kamen zu dem Entschluss, dass der Fehler bei dem Algenöl lag, da dies nicht gut mit dem Emulgator reagierte. Dadurch wurde uns bewusst, wie wichtig die richtige Auswahl einzelner Inhaltsstoffen für ein gelungenes Ergebnis ist.

Aus Fehlern lernt man – daher verwendeten wir bei unserem zweiten Versuch Leinöl. Und tatsächlich funktioniert es, was uns sehr aufmunterte und uns neue Hoffnung gab. Es entstand eine cremige Masse, die wir zunächst abkühlen ließen.

Im nächsten Schritt lösten wir Harnstoff in Wasser und rührten dies unter die Creme. Nun mussten wir den pH-Wert unserer Creme messen. Das ist besonders wichtig, da der pH-Wert unserer Haut entsprechen sollte, sonst könnte die Creme unsere Haut reizen. Dazu besserten wir unsere Creme mit etwas Zitronensäure auf, sodass wir einen leicht sauren pH-Wert erzielten, den wir mithilfe einer Indikatorlösung nachwiesen. Auf dem Bild seiht man, wie sich die Creme, durch die Indikatorlösung mit der Säure, organisch verfärbt. Nun war unsere Urea-Creme fertig.

Parallel zu diesem Experiment starteten zwei von uns die Herstellung einer After Sun Creme, da nicht alle aktiv an dem Experiment teilnahmen und eine langweilige Atmosphäre so leicht vermieden werden konnte. Wir mischten die benötigten Zutaten mit einem Schneebesen zusammen. Plötzlich zerbrach das Glas und das Gemisch verteilte sich auf unseren Kleidungsstücken und dem Boden. Wir gingen mit großem Gelächter auf die Toilette, um uns zu säubern. Dies lockerte unsere Stimmung auf, was zu einer entspannteren Arbeitsstimmung führte.
Nach diesem Schock führte uns Herr Freudenreich in einen separaten Raum, um uns für ein morgiges Experiment vorzubereiten. Das verschaffte uns einen guten Überblick für den nächsten Tag, vor dem wir viel Respekt haben, da das Experiment gefährliche, hochkonzentrierte Substanzen beinhaltet.
Am Ende des Schultages räumten wir gemeinsam unseren Arbeitsplatz auf und sorgten dafür, dass wir am nächsten Tag gut in unsere Versuche einsteigen können.
Mit vielen neuen Eindrücken verabschiedeten wir uns voneinander. Besonders beeindruckend war die gegenseitige Unterstützung. Mit der Zeit wurden wir zu einem guten, eingespielten Team. Man merkte, wie die anfängliche Unsicherheit langsam nachgelassen hatte. Wir sind schon an dem ersten Tag über unsere Grenzen und Ängste hinausgewachsen.
Das Sprechen war eines der Dinge, das uns viel Mut kostete. Das meisterten wir jedoch gemeinsam super und blicken mit Stolz auf den Tag zurück. Wir lernten, dass man bei Ängsten nicht viel nachdenken sollte, sondern direkt handeln muss. Im Endeffekt ist das meiste gar nicht so schlimm, wie man es sich vorstellt. Die Überwindung bringt einen im Leben große Schritte nach vorne und macht einen stolz. Außerdem haben wir gelernt, dass Fehler dazugehören und nicht gleich etwas Negatives sind, sondern uns helfen, Sachen zu verstehen. Wir hatten einen erfolgreichen Tag, bei dem uns viele Sorgen genommen worden sind und zusammen freuen wir uns auf einen weiteren spannenden Tag voller Überraschungen.

Die ersten Erfahrungen an der MPDV mit leckerem Mittagessen

Als wir an der MPDV angekommen sind, wurden wir zuerst von einem Mitarbeiter freundlich begrüßt. Das Gebäude der MPDV ist sehr schön und modern. Wir durften zuerst unsere Sachen abstellen und sind in einem Raum gegangen, der im Bild zu sehen ist. Dort wurde uns der heutige Ablauf ausführlich erklärt. Es haben sich außerdem zwei weitere freundliche Mitarbeiter vorgestellt, die uns die nächsten Tage bei unserem Projekt begleiten und helfen werden.

Als nächstes ging es zum Mittagessen, denn wir waren schon alle super hungrig! Wir sind alle zusammen in ein anderes Gebäude in der Nähe gelaufen, das ebenfalls sehr schön war. Dort durften wir uns alle unser Mittagessen aussuchen. Es gab eine Variante mit Hühnerfleisch, die man im Bild sehen kann, eine vegetarische Variante mit Falaffelbällchen und sogar einen veganen Salatteller. Außerdem gab es als Beilage Nudeln und Bratkartoffeln. Als Nachtisch haben wir Mini-Muffins bekommen. Der Kühlschrank war ebenfalls reichlich mit leckeren Getränken gefüllt. Das Essen hat uns allen sehr gut geschmeckt und war auch sehr gesund. Als wir alle fertig gegessen haben, haben wir unsere Sachen gemeinsam abgeräumt und sind zusammen zurück zum Hauptgebäude der MPDV gelaufen.
Die ersten Erfahrungen an der MPDV waren sehr positiv und wir alle haben uns direkt sehr wohlgefühlt.

Ein Klick zur Medizin - Unser Apotheken-Webprojekt

Nach dem leckeren Mittagessen um 12 Uhr an der MPDV machten wir uns auf den Weg zu unserem Arbeitsraum. Während des gesamten Projekts wurden wir von drei Mitarbeitern der MPDV begleitet. Einer von ihnen unterstütze uns die ganze Zeit. Anaiya, Anna, Judith, Anastasia, Amelie, Cinderella und ich, Salomé, waren für die Programmierung der Webseite des Onlineshops zuständig. Wir sollten einen Onlineshop für Produkte, die in den jeweiligen Gruppen in der Schule hergestellt wurden, erstellen. Die Webseite wird mit HTML und CSS erstellt. Wir entschieden uns für die Erstellung der Website, da uns HTML bereits im letzten Jahr im Unterricht viel Spaß gemacht hat. Anastasia erklärte, dass sie trotz guter Vorkenntnisse durch den Unterricht noch viel Neues lernte und viele informative Inhalte mitnahm. Andere Gruppenmitglieder wie Kiara, Janina, Ricardo und Erik interessierten sich hingegen mehr für die Arbeit mit dem Raspberry Pi und der Fischertechnik. Kiara erzählte mir zum Beispiel, dass sie unbedingt etwas Neues lernen wollte und es sehr spannend fand, wie so ein Roboter funktioniert. Meine Gruppe begann den Tag mit einer Wiederholung, indem wir Übungen auf Codepen machten. Die Gruppenarbeit machte uns viel Spaß und gemeinsam überlegten wir uns die Gestaltung der Website. Das Brainstorming verlief sehr schnell, da jeder gute Ideen einbrachte, was besonders wichtig für eine übersichtliche und gut aufgebaute Website war. Zwischendurch erhielten wir Arbeitsblätter, die uns eine gute Übersicht über wichtige Programmiercodes gaben und uns beim Arbeiten sehr unterstützten. Anschließend wechselten wir zu Visual Studio Code und begannen mit dem eigentlichen Programmieren. Gegen Ende des Tages lernten wir, wie Links eingefügt wurden. Um 15:00 Uhr endete unser Tag mit einigen Übungen in Flexbox Froggy, die uns halfen, das Programmieren besser zu verstehen.
Insgesamt war der Tag sehr lehr- und abwechslungsreich, da wir unsere Programmierkenntnisse erweiterten, neue Arbeitsweisen kennenlernten und merkten, wie wichtig Teamarbeit und gute Vorbereitung für eine erfolgreiche Website waren.

Icon eines angebissenen Keks